energiespeicher (19)

Bernhard Rill, Gustav Klein GmbH

20. November 2014 geschrieben von Publiziert in Menschen im Fokus

1. Welchen Fokus/Schwerpunkt haben Sie im Bereich chemische Energiespeicher?

Chemische Energiespeicher spielen für uns als Hersteller von intelligenter Hochleistungselektronik für Netzstützung, sowie der Batteriesimulations- und Testsysteme eine immer größer Rollen daraus hat inzwischen ein wesentliches Standbein für uns entwickelt.

2. Welche Lösung(en) bietet Ihre Organisation in diesem Bereich an bzw. welche sucht sie?

- intelligente Hochleistungselektronik zur Netzstützung und Netzbildung
- Batterie Test- und Simulationssysteme
- Ab Mitte 2015 DC/DC Wandler zur Zwischenkreisspeisung mit MPP-Tracking

3. Wo sehen Sie die größten Herausforderungen für chemische Energiespeicher in den nächsten 5 Jahren?

Reduktion der Herstellungskosten bei gleichzeitiger Erhöhung der Qualität und Betriebssicherheit der Einzelzellen und Systeme

4. Was macht Deutschland im Bereich chemische Energiespeicher richtig?

Förderung der Erprobung von Systeme

5. Was könnte man besser machen?

Förderung der industriellen hochqualitativen Fertigung von Li-Ionen in Deutschland.

6. Der Batteriestammtisch ....

Gute Möglichkeit sich mit Spezialisten aus der Branche zu unterhalten und sich über neue Entwicklungen zu Informieren.

 

Bernhard Rill
November 2014

Dr. Björn Eberleh, Akasol

20. November 2014 geschrieben von Publiziert in Menschen im Fokus

1. Welchen Fokus/Schwerpunkt haben Sie im Bereich chemische Energiespeicher?

AKASOL entwickelt und produziert High-Performance Batterien. Die Schwerpunkte liegen dabei auf Leistungs- und Energiedichte, Langlebigkeit und Robustheit. Basis ist derzeit überwiegend die Lithium-Ionen Technik. Unsere Kunden werden umfassend von der Auslegung der Batterie über Unterstützungsleistungen im gesamten Bereich elektrischer Antriebsstrang bis hin zur Inbetriebnahme und dem Feldsupport betreut.

2. Welche Lösung(en) bietet Ihre Organisation in diesem Bereich an bzw. welche sucht sie?

Produktlösungen sind derzeit im mobilen und im stationären Segment verfügbar. Am weitesten verbreitet sind mobile Speicher ab 15 kWh bis hin zu 200 kWh und stationäre Speicher ab 5,5 kWh. Im mobilen Segment gibt es aktuell Neurungen für extreme Hochleistungsanforderungen. Hierbei wird die Leistungsdichte auf fast 3000 W/kg erhöht. Im stationären Bereich werden mehr und mehr größere Speicher mit Energieinhalten über 100 kWh bis hin zu 5 MWh projektiert.

3. Wo sehen Sie die größten Herausforderungen für chemische Energiespeicher in den nächsten 5 Jahren?

Qualität steigern, Kosten senken, Recycling von Lithium-Ionen Batterien im Großindustriellen Maßstab etablieren.

4. Was macht Deutschland im Bereich chemische Energiespeicher richtig?

Aufbau von exzellenter Systemkompetenz, Schaffung einer Basis an Nachwuchsfachkräften durch verstärkte Aktivitäten im Lehr- und Ausbildungsbetrieb. Ebenso sind sehr gute materialchemische Kompetenzen vorhanden.

5. Was könnte man besser machen?

Markteinführungsprogramme um das „Henne-Ei Problem" Kosten / Verfügbarkeit zu entspannen. Die Königsdisziplin wäre, langfristig auch wieder Zellhersteller zu etablieren. Hierfür sehe ich zwei Optionen, die im günstigsten Fall zusammentreffen: Extrem hohe langfristige Investitionsbereitschaft um auf bestehender Technologiebasis aufzuschließen oder die Entwicklung von revolutionär neuen Technologien, so dass der Kompetenzvorsprung im Ausland deutlich an Gewicht verliert da Prozesse neu erarbeitet werden müssen. Beides erscheint aus derzeitiger Sicht in Deutschland aber eher unwahrscheinlich.

6. Der Batteriestammtisch ....

Bietet ein sehr gutes Forum zum vielfältigen Erfahrungsaustausch in einer angenehmen Atmosphäre.

 

Dr. Björn Eberleh
November 2014

Prof. Dr. Karl-Heinz Pettinger, HS Landshut

03. Juli 2014 geschrieben von Publiziert in Menschen im Fokus

1. Welchen Fokus/Schwerpunkt haben Sie im Bereich chemische Energiespeicher?

Qualifikation von elektrochemischen Energiespeichern, Forschung und Beratung beim Herstellprozess für Batterien und Zellen. Vorantrieben von Pilotprojekten im Bereich Methanverflüssigung aus Biogas und Power to Methanol.

2. Welche Lösung(en) bietet Ihre Organisation in diesem Bereich an bzw. welche sucht sie?

Prüfung und Begutachtung von Zellen, Modulen und Speichern im Normalbetrieb. Keine zerstörenden Prüfungen.

3. Wo sehen Sie die größten Herausforderungen für chemische Energiespeicher in den nächsten 5 Jahren?

Die Bewältigung der saisonalen Shift von großen Energiemengen.

4. Was macht Deutschland im Bereich chemische Energiespeicher richtig?

Die Forschung wird verstärkt.

5. Was könnte man besser machen?

Keine Strafabgaben auf Energie aus regenerativen Quellen, Investition in Batterieproduktionsanlagen, Erarbeitung eines Masterplanes zur Energiewende und Verankerung dessen in einem Gesetz.

6. Der Batteriestammtisch ....

hat sich zu einem gerne besuchten Treffpunkt in der Münchner Batterieszene entwickelt.

 

Prof. Dr. Karl-Heinz Pettinger
April 2014

Dr. Frank Möbius, BMW AG

24. April 2014 geschrieben von Publiziert in Menschen im Fokus

1. Welchen Fokus/Schwerpunkt haben Sie im Bereich chemische Energiespeicher?

Entwicklung von automotive-tauglichen Hochvoltspeichern mit Fokus auf Sicherheit, Lebensdauer, elektrischer Reichweite, Leistung, Kosten sowie Gewicht und Volumen.

2. Welche Lösung(en) bietet Ihre Organisation in diesem Bereich an bzw. welche sucht sie?

BMW entwickelt und produziert Hochvoltspeicher für BEV-, HEV- und PHEV-Fahrzeuge nach den o. g. Kriterien im Haus und ist diesbezüglich in allen Disziplinen sehr gut aufgestellt.

3. Wo sehen Sie die größten Herausforderungen für chemische Energiespeicher in den nächsten 5 Jahren?

drastische Reduzierung der Herstellkosten, Vergrößerung der elektrischen Reichweite (also des Energieinhalts des Speichers) und eine weitere Verbesserung des Nachladens unter allen Randbedingungen.

4. Was macht Deutschland im Bereich chemische Energiespeicher richtig?

Die Automobilhersteller und viele ihrer Zulieferer sind gut für den elektrifizierten Antrieb der Zukunft aufgestellt, es gibt gute Vernetzungen zwischen Industrie und Hochschulen sowie einige hochwertige Förderprogramme.

5. Was könnte man besser machen?

Mehr Investition in eine kundenorientierte Lade-Infrastruktur, insbesondere Unterstützung durch die Politik.

6. Der Batteriestammtisch ....

ist eine gute Veranstaltung zur Vernetzung aller Interessensgruppen zur Entwicklung und Industrialisierung von Batterien und deren Anwendungsfelder.

Dr. Frank Möbius, BMW AG
April 2014

Jakob Kurfer iwb TU München

08. April 2014 geschrieben von Publiziert in Menschen im Fokus

1. Welchen Fokus/Schwerpunkt haben Sie im Bereich chemische Energiespeicher?


Wir fokussieren am iwb die Produktion, genauer gesagt die automatisierte Produktionstechnik, von Lithium-Ionen-Zellen. Dabei bilden wir die gesamte Prozesskette, vom Beschichten bis zur elektrischen Inbetriebnahme der Zellen ab. Darüber hinaus auch die Themen Fügetechnik und Handhabungstechnik sowie die Gestaltung von roboterbasierten Montagezellen für den Aufbau von Batteriesystemen relevant.

2. Welche Lösung(en) bietet Ihre Organisation in diesem Bereich an bzw. welche sucht sie?

Wir erarbeiten methodisch Wissen über die Batterieproduktion und transferieren dieses in die Industrie. Dabei suchen wir nach interessierten Partnern zur Umsetzung sowie nach Experten zum Gedankenaustausch.

3. Wo sehen Sie die größten Herausforderungen für chemische Energiespeicher in den nächsten 5 Jahren?

Deutliche Steigerung der Energiedichte bzw. Kapazität auf Batteriesystemebene; Durchdringung der komplexen Zusammenhänge im Bereich der Zellproduktion (Abhängigkeit der Qualität von Prozessbedingungen);
Darüber hinaus ist es eine große Herausforderung, einen stabilen Markt für Speicher zu etablieren.

4. Was macht Deutschland im Bereich chemische Energiespeicher richtig?

Intensive Forschungsanstrengungen helfen dabei, die Lücke zu den Vorreitern vor allem in Asien zu schließen.

5. Was könnte man besser machen?

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6. Der Batteriestammtisch ....

... ist eine gelungene Veranstaltung mit einem überraschend hochkarätigen Publikum, das einen intensiven Austausch zwischen Experten verschiedener Fachrichtungen fördert. Der Stammtischcharakter bietet eine lockere Gesprächsatmosphäre und ist eine Herausforderung für jeden Redner.

Jakob Kurfer