1. Welchen Fokus/Schwerpunkt haben Sie im Bereich chemische Energiespeicher?

Die Energiespeichersysteme der BMZ Group basieren auf der Lithium-Ionen Technologie, die in den unterschiedlichsten Anwendungen zum Einsatz kommt. Beispiele hierfür sind E-Fahrzeuge, Power- und Gartentools, Heimspeicher, Medizingeräte, etc.
Sven Bauer
2. Welche Lösung(en) bietet Ihre Organisation in diesem Bereich an bzw. welche sucht sie?

Die BMZ Group produziert Lithium-Ionen Batterie-Systeme, die auch customized auf die Anforderungen der Kunden entwickelt werden. BMZ begleitet ihre Kunden von der Produktidee über die Produktentwicklung bis hin zur Prototypenerstellung, Zertifizierung und letztendlich Marktreife mit Serienproduktion. BMZ ist stets an neuen Innovationen interessiert, die für eine Reduzierung von CO² Emissionen sorgen und die Welt ein wenig grüner gestalten.

3. Wo sehen Sie die größten Herausforderungen für chemische Energiespeicher in den nächsten 5 Jahren?

Die größte Herausforderung sehen wir zum einen in der Leistungssteigerung bestehender Technologien, die auch in den letzten Jahren kontinuierlich verbessert werden konnte. So hat beispielsweise die Reichweite eines Elektrofahrzeugs im Vergleich zu wenigen Jahren zuvor deutlich zugenommen. Zum anderen wird in den nächsten Jahren die Verfügbarkeit von Lithium-Ionen Zellen eine große Rolle spielen, da hier eine Oligopol-Stellung auf dem Markt herrscht. Wenige asiatische Produzenten dominieren den Markt und bestimmen die Preise. Daher haben wir uns den Aufbau einer deutschen Zellproduktion über das Konsortium TerraE zum Ziel gesetzt, die 2020 im ersten Schritt Batteriezellen mit einem Gesamtvolumen von 4 GWh auf eigenen Linien produzieren wird. Der Output wird in den Folgejahren dann verdoppelt.

4. Was macht Deutschland im Bereich chemische Energiespeicher richtig?

Deutschland ist bekannt für innovative Ingenieursarbeit, was ich als eindeutige Stärke für unser Land sehe. Wir sind Vorreiter in Bezug auf innovative Lösungen, dies gilt selbstverständlich auch für das Speichersegment.

5. Was könnte man besser machen?

Deutschland dürfte noch etwas mutiger vorangehen und auch ein mögliches Scheitern nicht als Hindernis, sondern Lerneffekt sehen. Wir müssen anfangen, neue Wege zu gehen, Innovationen zu treiben und schneller werden. Dies ist in Bezug auf eine deutsche Zellfertigung schön zu beobachten. Große deutsche Konzerne, die das Kapital, Netzwerk und Know-how für den Aufbau einer Zellfertigung hätten, zögern bzw. lehnen ab, da es ein gewisses Risiko mit sich bringt. Dabei wäre dieser Schritt enorm wichtig für unsere Wirtschaft, da zahlreiche noch von Deutschland dominierte Industriezweige an der Batterietechnologie hängen und somit abhängig von asiatischen Herstellern sind.

6. Der Batteriestammtisch

…ist die ideale Plattform, um sich mit Experten aus Industrie, Forschung und Entwicklung auszutauschen, Meinungen aus unterschiedlichen Kreisen einzuholen und in gemütlicher Atmosphäre das Netzwerk auszubauen.

Sven Bauer
Januar 2019

Der 16. Batteriestammtisch am 10.1.2019 in München stellt wieder das Thema „Batterieproduktion in Deutschland“ in den Vordergrund.  Den Initiatoren ist es ein Anliegen aktuelle Marktentwicklungen, die unter dem Stichwort Gigafactory bekannt sind, nachzuzeichnen.  Das Thema wird in Form eines Vortrags, eines Kamingesprächs und einem Fragenteil mit Diskussion behandelt. Kurze weitere Beiträge runden die Diskussion ab. 

Die Fragen, die unter anderem dabei angesprochen werden sollen, sind: 
 
Die Erfolge und Aussichten deutscher Initiativen wie TerraE?  
Die Bedeutung des Zugangs zur Schlüsseltechnologien?  
Chancen, Risiken und Kosten?  
Aber auch das Angebot an Produktionstechnologie in Deutschland sowie mögliche Wettbewerbsvorteile durch Digitalisierung oder Chancen durch Forschung. Ein Beispiel dafür wäre z.B. der direkte Einstieg in Festkörperzellen, wie z. B. von VW in den Raum gestellt, als ein besserer Ansatz gegenüber dem Einstieg in Lithium-Ion Produktion?

Als Gesprächspartner und Vortragenden freuen sich die Initiatoren Sven Bauer, Geschäftsführer der TerraE Holding GmbH und der BMZ Batterien-Montage-Zentrum GmbH, begrüßen zu dürfen, der Einblicke in die aktuelle Situation beim Thema Batterieproduktion in Deutschland geben wird.  Danach gibt es wieder viel Gelegenheit zum Netzwerken.

Agenda und Informationen für den 10.01.2019 im Überblick: 
 
18:45 – 19:00 Registrierung 
19:00 – 19:05 Begrüßung 
19:05 – 20:30 Vortrag, Kamingespräch und Diskussion 
ab ca. 20:30 Networking (Ende offen)

(Änderungen vorbehalten) 
 
Ort:
Alter Wirt Moosach 
Dachauer Str. 274 
80992 München 

Um Anmeldungen über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder über die Webseite http://www.iceseminars.eu/events/batteriestammtisch.html wird gebeten. Die Plätze sind begrenzt.

Abendkasse 
 
Nächster Termin: Juni 2019 (geplant) 

Der Batteriestammtisch ist eine Initiative von Iceventure - Dott. Eggerz, 

der Fraunhofer-Allianz Batterien Dr. Kai-Christian Möller, 

dem EES Lehrstuhl der TU München - Prof. Andreas Jossen und Dr. Markus Müller.

Die Initiatoren verfolgen mit dem Batteriestammtisch folgende Ziele: 

- Die Vernetzung der (nicht nur) bayerischen Akteure 

- Die Darstellung chemischer Energiespeicher in der Breite ihrer Anwendungen über Elektromobilität hinaus 

- Die Vernetzung von Forschung und Industrie 

- Die Ermöglichung neuer Geschäftsansätze durch Verknüpfung unterschiedlicher Anwendungsfelder und Personen 

- Die Bereitstellung eines Präsentationsraums für innovative Ansätze, Konzepte und Start-ups. 

Bekannte Persönlichkeiten und Experten aus Industrie und Forschung sprechen abwechselnd zu aktuellen Themen des Bereichs chemische Energiespeicher. Der Themenfokus wechselt zwischen Forschung und Industrie ab. Die Veranstaltungen finden ca. alle drei Monate statt. Ein Stammtisch besteht aus einem Präsentationsteil mit der Dauer von ca. einer Stunde, dem ein Netzwerkteil mit offenem Ende folgt. 

https://www.youtube.com/watch?v=pwhDP4eDgfs 

Der Gast des Abends:

Sven Bauer

Sven Bauer ist Mitgründer der BMZ Group und CEO der TerraE GmbH sowie 7 weiteren Firmen weltweit. Sven Bauer gründete 1994 die BMZ (Batterien-Montage-Zentrum) GmbH. Mittlerweile hat der global Player BMZ aus Karlstein am Main weltweit über 3.000 Mitarbeiter und 530 Mio. USD Jahresumsatz und setzt als kompetenter Systemanbieter und Spezialist für intelligente Batterielösungen bahnbrechende Impulse. Ende 2018 übernahm er zudem das TerraE Konsortium, das Projekt für eine Gigafactory in Deutschland. Sven Bauer hat zusammen mit der BMZ Group mehr als 15 Management- und Unternehmerauszeichnungen und -nominierungen gewonnen.

Ansprechpartner für die Presse: 
Iceseminars/Iceventure 
Arnbjörn Eggerz  
Telefon: +49 8131 506249 
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Enterprise Blockchain SeminarDas Seminar informiert in kompakter Form darüber, was eine Enterprise-Blockchain eigentlich ist und welche Chancen und Risiken für Geschäftsmodelle und IT-Infrastruktur damit verbunden sind. Es wird detailliert auf den Stand der Blockchain-Technik heute eingegangen und welche Ergebnisse sich daraus für die Enterprise IT und aktive/geplante Blockchainprojekte ergeben.

Die Teilnehmer erkennen anhand der Erläuterung wirtschaftlicher Makrotrends und der Analyse der Technologie, welche Fragestellungen zu überprüfen sind, welche Veränderungen auf das eigene Unternehmen zukommen und welche Handlungsoptionen sich für das eigene Geschäft daraus ergeben.

Angesprochen sind Führungskräfte im Entscheidungsbereich Gesamt- und Geschäftsstrategie, aber auch Technologie, Innovation, und IT, die Verantwortung für die Fortentwicklung Ihres Unternehmens in strategischer und operativer Hinsicht tragen.

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Dienstag, 14 August 2018 06:20

Michael Baumann, TWAICE Technologies Gmbh

geschrieben von

1. Welchen Fokus/Schwerpunkt haben Sie im Bereich chemische Energiespeicher?

Ich befasse mich mit onboard- und cloud-basierter Batterieanalytiksoftware in Form von digitalen Zwillingen. Dies umfasst sowohl die elektrisch-thermische Modellierung von Batteriesystemen als auch deren Alterungsverhalten und Parameterbestimmung.

2. Welche Lösung(en) bietet Ihre Organisation in diesem Bereich an bzw. welche sucht sie?

Die TWAICE Technologies GmbH entwickelt Onboard und Cloud-Software, um den Zustand und die Belastung von Lithium-Ionen Batteriesystemen im Feld detailliert zu erfassen und darauf aufbauend eine Lebensdauerprädiktion und -Optimierung durchzuführen. Der potentielle Kundennutzen erstreckt sich dabei entlang des gesamten Batterielebenszyklus, von der Entwicklung und Produktion über die Nutzung bis hin zum Aftermarket. Ja nach Kundenanforderungen können beide Software-Stacks in proprietären oder kundeneigenen Telematikmodulen bzw. Cloud-Plattformen umgesetzt werden.

3. Wo sehen Sie die größten Herausforderungen für chemische Energiespeicher in den nächsten 5 Jahren?

Eines der bestimmenden Themen wird mit Sicherheit der Umgang bzw. nach Möglichkeit die Verringerung von Seltenerden und anderen wertvollen Ressourcen in Lithium-Ionen-Zellen der nächsten Generation sein. Steigende Preise durch Ressourcenverknappung und strategischen Abhängigkeiten werden dieses Thema unumgänglich machen. Damit einher geht die Verbesserung von Recyclingprozessen, um wichtige Rohstoffe zurück zu gewinnen.

4. Was macht Deutschland im Bereich chemische Energiespeicher richtig?

In den letzten Jahren wurde die Forschungslandschaft sehr gut ausgebaut, was zu einem nachhaltigen Wissensvorsprung führen kann. Auch in der Industrie wurden viele Ressourcen in die Batteriesystemtechnik gesteckt, mit entsprechend positiven Outcome. Leider wurde bzw. wird das Thema einer eigenen Zellproduktion immer noch sehr stiefmütterlich behandelt. Auf lange Sicht kann dadurch ein entscheidender Anteil der Wertschöpfungskette verloren gehen und es können kritische Abhängigkeiten entstehen.

5. Was könnte man besser machen?

Das Thema Elektromobilität und erneuerbare Energien und deren Zwischenspeicherung mit chemischen Energiespeichern muss noch ganzheitlicher gedacht werden. Die Energiespeicher bspw. von Elektrofahrzeugen als größter Asset des Fahrzeugs werden momentan – sobald produziert und ausgeliefert – im Feld mehr oder weniger sich selbst überlassen. Ein immer noch unzureichendes Verständnis des Alterungsverhaltens sowie Fehler in der Systemauslegung können dann dazu führen, dass die Batterien in der Anwendung vorschnell altern und der Business-Case Elektrofahrzeug nicht aufgeht, von der ökologischen Sinnhaftigkeit ganz abgesehen. TWAICE adressiert genau dieses Problem mit dem Konzept des digitalen Zwillings, welches Anwendung entlang des gesamten Produktlebenszyklus findet, von der Produktion über die Nutzung bis hin zu einer Zweitnutzung und dem Recycling.

6. Der Batteriestammtisch

…schafft in angenehmer und lockerer Atmosphäre einen Brückenschlag und Austausch zwischen Industrie und Forschung, Technik und Wirtschaft und etablierten Firmen und Start-Ups und trägt damit erheblich zur Entwicklung des „Batteriestandorts“ München bei.

Dipl.-Ing. Michael Baumann
August 2018

Dienstag, 10 Juli 2018 11:07

Franz Spingler, Technische Universität München

geschrieben von

1. Welchen Fokus/Schwerpunkt haben Sie im Bereich chemische Energiespeicher?

Ich untersuche die Zusammenhänge von Alterungsmechanismen mit der Volumenexpansion von Lithium-Ionen Zellen.

2. Welche Lösung(en) bietet Ihre Organisation in diesem Bereich an bzw. welche sucht sie?

Der Lehrstuhl für Elektrische Energiespeichertechnik untersucht Energiespeicher mit dem Ziel, das Zell-, Modul- und Systemdesign zu optimieren und Betriebsstrategien zu entwickeln.

3. Wo sehen Sie die größten Herausforderungen für chemische Energiespeicher in den nächsten 5 Jahren?

Im Hinblick auf die erhofften Millionen Elektroautos: In der Rohstoffversorgung, in der Systemauslegung hinsichtlich Kosten, Lebensdauer und Sicherheit sowie im Recycling.

4. Was macht Deutschland im Bereich chemische Energiespeicher richtig?

Gemeinschaftliche Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen von Universitäten und Industrie.

5. Was könnte man besser machen?

Ich bin für langfristige, die neue Technologie unterstützenden Maßnahmen, wie den Bau von Ladesäulen oder die Deregulierung des Strommarktes. Das Geld für Elektroautokaufprämien könnte man ja benutzen, um Schlaglöcher auszubessern oder Blumen im Mittelstreifen zu pflanzen.

6. Der Batteriestammtisch

…ist eine schöne Gelegenheit, sich mit Leuten aus der Branche auszutauschen.

Dipl.-Ing. (Univ.) Franz Spingler
Juli 2018

Freitag, 15 Juni 2018 10:14

Fabian Ebert, Fraunhofer

geschrieben von

1. Welchen Fokus/Schwerpunkt haben Sie im Bereich chemische Energiespeicher?

Ich untersuche in meiner Doktorarbeit die Wechselwirkung mechanischer Belastungen auf die Alterung bzw. Sicherheit von Lithium-Ionen-Zellen. Um ein ganzheitliches Verständnis der hierdurch ausgelösten Vorgänge zu erhalten, untersuche ich die Vorgänge auf mehreren Detailebenen. Begonnen auf der Materialebene (z.B. Veränderung elektrochemischer Eigenschaften durch Kompressionskräfte auf Separator/Elektroden), über Effekte bedingt durch den internen und externen Zellaufbau (z.B. Pouch vs. Hardcase oder Flachwickel vs. gestackte Elektroden) bis hin zu den Effekten durch den Einbau im Modul (z.B. Einflüsse durch die feste Verspannung der Zellen).

2. Welche Lösung(en) bietet Ihre Organisation in diesem Bereich an bzw. welche sucht sie?

Durch meine Kooperationspromotion zwischen dem Fraunhofer ISC und dem Lehrstuhl für Fahrzeugtechnik FTM der TU München bin ich mit den Anforderungen/Herausforderung sowohl auf Elektrochemieebene, als auch der Fahrzeugtechnik vertraut. Zusätzlich kann ich auf ein umfangreiches Portfolio an Analysemethoden zurückgreifen und Interessenten je nach Fragestellung von Seite des Fraunhofer ISC, als auch mit Hilfe der Kollegen am Lehrstuhl für Fahrzeugtechnik unterstützen.

3. Wo sehen Sie die größten Herausforderungen für chemische Energiespeicher in den nächsten 5 Jahren?

Die größte Herausforderung dürfte die Überbrückung der Zeit bis zur Marktreife der Next-Gen Materialen sein. Bis dorthin müssen die Optimierungsmöglichkeiten der bestehenden Systeme ausgereizt werden. Wie schnell so eine Optimierung über das Ziel herausschießen kann, hat der milliardenschwere Fall des Samsung Handys Galaxy Note gezeigt. Da dies auf mechanische Einflüsse zurückzuführen ist, sehe ich insbesondere hier noch wesentlichen Forschungsbedarf, im Speziellen was die Kopplung mechanischer Einflüsse mit den gängigen Parametern wie Temperatur und Strombelastung angeht.

4. Was macht Deutschland im Bereich chemische Energiespeicher richtig?

Die Forschungsbemühungen auf dem Feld der Batterietechnik in Deutschland sind in den letzten Jahren beständig gestiegen und werden auch von Seite der Politik tatkräftig mit Fördergeldern unterstützt.

5. Was könnte man besser machen?

Als multidisziplinäres und multiskaliges Forschungsfeld würde ich mir eine stärkere Clusterung auch unter verstärkter Einbeziehung der OEMs wünschen. Der Blick nach Asien zeigt die Vorteile solcher dedizierter Forschungszentren, die die Forschungskette von Materialentwicklung über Fertigung und Alterung bis hin zum Recycling der Batterien räumlich konzentriert und mit hohem Personaleinsatz abbilden.

6. Der Batteriestammtisch

…ist für mich eine sehr gelungene Mischung aus fachlichen Vorträgen und Networkingmöglichkeiten in lockerer Atmosphäre.

Dipl.-Phys. Fabian Ebert
Juni 2018

1. Welchen Fokus/Schwerpunkt haben Sie im Bereich chemische Energiespeicher?

Im Bereich der Energiespeicherung setzen wir vor allem auf die sogenannte Sektorenkopplung, d.h. die Verbindung des Stromsektors mit Industrie und Mobilität. Wasserstoff als Energieträger eignet sich hierzu hervorragend. So kann mittels erneuerbaren Energien und Elektrolyse Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt und anschließend verteilt werden. Wir liefern eine im Vergleich günstige, sichere und einfache Technologie, um den Elektrizitätssektor mit dem Industrie- und Mobilitätssektor zu verbinden, beziehungsweise den Wasserstoff als Energieträger zwischen diesen Sektoren zu verteilen.

2. Welche Lösung(en) bietet Ihre Organisation in diesem Bereich an bzw. welche sucht sie?

Die Speicherung und der Transport von Wasserstoff sind mit den konventionellen Technologien (Druckwasserstoff und Flüssigwasserstoff) mit hohen Kosten und Energieaufwand verbunden. Wir gehen mit unserer LOHC-Technologie einen anderen Weg der Wasserstoffspeicherung. Durch die chemische Bindung von Elementarwasserstoff an eine Trägerflüssigkeit (engl. LOHC – Liquid Organic Hydrogen Carrier), können wir Wasserstoff sicher und effizient speichern und transportieren – und das alles in der bestehenden Infrastruktur für fossile Kraftstoffe.

3. Wo sehen Sie die größten Herausforderungen für chemische Energiespeicher in den nächsten 5 Jahren?

Ein wesentlicher Aspekt ist es sicherlich die Kosten für die unterschiedlichen Arten der chemischen Energiespeicher zu reduzieren. In Deutschland ist zudem vor allem das EEG in seiner aktuellen Form nachteilig für Energiespeicher – hier muss die Politik nachbessern.

4. Was macht Deutschland im Bereich chemische Energiespeicher richtig?

Auf der technischen Seite ist Deutschland mit vielen in diesem Bereich aktiven und führenden Firmen und Forschungsinstituten hervorragend aufgestellt. D.h. wie so häufig macht Deutschland Ingenieursseitig vieles richtig.

5. Was könnte man besser machen?

Die Firmen wollen ihre Produkte natürlich auch erstmal auf dem deutschen Markt zum Erfolg führen. Hier ist aber, wie oben erwähnt, insbesondere die aktuelle Ausgestaltung des EEG mit der hohen EEG-Umlage hinderlich für einen Markterfolg der Firmen in Deutschland. D.h. die politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen sind sehr widersprüchlich und verhindern eine Anwendung der Speichertechnologien in Deutschland in größerem Maßstab.

6. Der Batteriestammtisch

…ist eine gute Möglichkeit in entspannter Atmosphäre mit Kollegen aus der Branche zusammenzutreffen, um sich über aktuelle Trends und Herausforderungen auszutauschen.

Dr. Cornelius von der Heydt
Mai 2018

Dienstag, 15 Mai 2018 11:18

Tobias Mayer, LION Smart GmbH

geschrieben von

1. Welche Schwerpunkte haben Sie im Bereich chemische Energiespeicher?

  • - Kostenreduktion
  • - Sicherheitszuwachs
  • - Schneller Laden
  • - Größere Reichweite

 

2. Welche Lösungen bietet Ihre Organisation in diesem Bereich an?

  • - Erhöhung der Energiedichte auf Systemebene
  • - Reduktion der Systemkomplexität
  • - Neue Kommunikationstechnologien
  • - Neue Kühlmedien
  • - Leichtere Konstruktionen

 

3. Wo sehen Sie die größten Herausforderungen für chemische Energiespeicher in den nächsten 5 Jahren?

  • - Verfügbarkeit Rohstoffe
  • - Verfügbarkeit und globale Standardisierung von Ladeinfrastruktur
  • - Entsorgungslogistik wegen mangelnder Rechtssicherheit

 

4. Was macht Deutschland im Bereich chemische Energiespeicher richtig?

  • Forschung an Sicherheitskonzepten.

 

5. Was könnte man besser machen?

  • Gesetze bezüglich Entsorgung, Produkthaftung, Nachhaltigkeit.

 

6. Der Batteriestammtisch

  • …braucht bessere Nachhaltigkeitskonzepte, um der Elektromobilität zur Akzeptanz zu verhelfen.

 

Tobias Mayer
Mai 2018