Mittwoch, 04 März 2015 05:47

Prof. Gasteiger, TU München

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1. Welchen Fokus/Schwerpunkt haben Sie im Bereich chemische Energiespeicher?

Unsere Arbeitsgruppe befasst sich mit der Untersuchung von Elektrolytadditiven, deren anodische und kathodische Zersetzung mittels on-line Massenspektrometrie, ex-situ infrared Spektroskopie (ATR-FTIR) und Lade-/Entladezyklen Tests (kleinformatige Dreielektrodenzellen, Knopfzellen, Pouchzellen) bestimmt werden. Ein weiterer Themenschwerpunkt sind die Herstellung und Charakterisierung von Slurries, die für die Beschichtung von Elektroden verwendet werden. Die Metallauflösung von Hochvolt-Kathoden wird mittels operando Röntgenabsorptionsspektroskopie (XAS) in Zusammenarbeit mit Prof. Moniek Tromp’s Gruppe an der Universität Amsterdam untersucht. Zu diesen Arbeiten im Bereich von Lithiumionen Batterien, untersuchen wir Elektrodenprozess in Lithium-Luft und Lithium-Schwefel Batterien. Für weitere Details s. www.tec.ch.tum.de

2. Welche Lösung(en) bietet Ihre Organisation in diesem Bereich an bzw. welche sucht sie?

Wir kooperieren mit zahlreichen anderen Gruppen und Industriepartnern im Rahmen zahlreicher öffentlich und bilateral geförderter Forschungsprojekte.

3. Wo sehen Sie die größten Herausforderungen für chemische Energiespeicher in den nächsten 5 Jahren?

Vor allem für automobile Anwendungen ist eine Erhöhung der gravimetrischen und auch volumetrischen Energiedichte essentiell, wobei allerdings auch Kosten eine grosse Rolle spielen.

4. Was macht Deutschland im Bereich chemische Energiespeicher richtig?

IProduktionsgerätehersteller und Materialhersteller leisten in Deutschland einen signifikanten Beitrag zur Weiterentwicklung der Lithiumionenbatterie Technologie. Auch die Entwicklung von Batteriemodulen/-systemen ist in Deutschland international sehr wettbewerbsfähig.

5. Was könnte man besser machen?

Man hat in den vergangenen fünf Jahren sehr viel Expertise und industrielles know-how aufgebaut. Für den zukünftigen Erfolg darf aber nicht vergessen, dass nur ein langfristig angelegtes F&E Programm dahin führen kann.

6. Der Batteriestammtisch ....

„…ist ein ausgezeichnetes Forum, um Forscherkollegen aus der näheren Umgebung in angenehmer Atmosphäre kennenzulernen und Erfahrungen auszutauschen.“

 

Prof. Gasteiger
Februar 2015

Donnerstag, 26 Februar 2015 05:55

PD Dr. Andrea Balducci, HI Ulm

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1. Welchen Fokus/Schwerpunkt haben Sie im Bereich chemische Energiespeicher?

Ich arbeite an der Entwicklung und Charakterisierung von neuen Elektrolyten und Aktiv-Inaktiv-Materialien für Lithium-Ionen-Batterien und Superkondensatoren.

2. Welche Lösung(en) bietet Ihre Organisation in diesem Bereich an bzw. welche sucht sie?

Das Helmholtz-Institut Ulm hat das Ziel, Batterien und Superkondensatoren im Bezug auf Sicherheit, Kosten, Zyklen-Stabilität, Energiedichte und Leistungsdichte zu verbessern.

3. Wo sehen Sie die größten Herausforderungen für chemische Energiespeicher in den nächsten 5 Jahren?

Die größten Herausforderungen werden auf der einen Seite die Entwicklung von Energiespeichern mit verbesserter Leistungsfähigkeit sein und auf der anderen Seite eine massive Einführung von Batterien und Superkondensatoren in stationäre und automobile Anwendungen.

4. Was macht Deutschland im Bereich chemische Energiespeicher richtig?

Ich glaube dass viel Aufwand betrieben wurde in den letzten Jahren in Deutschland. Dieser Aufwand führte zu einer Festigung von industriellem und wissenschaftlichem Fachwissen im Bezug auf elektrochemische Energiespeicher. Ich glaube dass ohne die Schaffung dieses Fachwissens Deutschland nicht konkurrenzfähig wäre gegenüber anderen Akteuren in diesem Bereich

5. Was könnte man besser machen?

Die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteuren, der Wissenschaft und der Industrie in diesem Bereich wäre wünschenswert.

6. Der Batteriestammtisch ....

Der Batteriestammtisch bietet eine gute Möglichkeit um in einer freundlichen Atmosphäre mit Leuten aus Industrie und Wissenschaft in Kontakt zu treten, welche an elektrochemischen Energiespeichern arbeiten.

 

PD Dr. Andrea Balducci
Februar 2015

Mittwoch, 18 Februar 2015 02:47

Simon C. Müller, TU München

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1. Welchen Fokus/Schwerpunkt haben Sie im Bereich chemische Energiespeicher?

Wir untersuchen v.a. Innovation und Geschäftsmodelle im Bereich von chemischen Energiespeichern. Um im Bereich Innovation über die Weiterentwicklung der Batterietechnologien Aussagen treffen zu können, analysieren wir unter anderem weltweit Patentdaten. Im Bereich Geschäftsmodelle untersuchen und entwickeln wir Szenarien, in denen stationäre Energiespeicher wirtschaftlich sinnvoll in Stromnetze integriert werden können und damit für Investoren attraktiv sein können.

2. Welche Lösung(en) bietet Ihre Organisation in diesem Bereich an bzw. welche sucht sie?

In beiden oben genannten Bereichen besitzen wir umfassende Kompetenzen. Daneben besteht die Möglichkeit, geeignete wissenschaftliche Fragestellungen auch im Rahmen studentischer Arbeiten zu erforschen.

3. Wo sehen Sie die größten Herausforderungen für chemische Energiespeicher in den nächsten 5 Jahren?

Größte Herausforderung und gleichzeitig am wichtigsten sind sicherlich Kostensenkungen. Der aktuell niedrige Ölpreis verschärft diese Notwendigkeit nochmal. Daneben ist die Sicherheit ein Bereich, der vielleicht nicht mehr ganz so stark debattiert wird, in dem aber dennoch keine Rückschläge passieren sollten, um die Verbreitung chemischer Energiespeicher nicht zu gefährden. Zu guter Letzt wird natürlich die Erhöhung der Energiedichte für die Automobilindustrie wichtig sein.

4. Was macht Deutschland im Bereich chemische Energiespeicher richtig?

Positiv zu bewerten ist sicherlich, dass die Bedeutung von Energiespeichern mittlerweile in Deutschland vielen Akteuren klar ist.

5. Was könnte man besser machen?

Aus deutscher Sicht wäre natürlich eine starke Industrie, inklusive einer großskaligen Zellproduktion vor Ort vorteilhaft, damit die Wertschöpfung in Deutschland nicht nur auf Modul- sondern auch auf Zellebene stattfinden würde.

6. Der Batteriestammtisch ....

ist eine spannende und zahlreich besuchte Plattform, um mit Personen, die an gleichen Themen arbeiten, in den Austausch treten zu können.

 

Simon C. Müller
Februar 2015

Iceseminars, das Beratungs- und Wissenstool des Beratungsunternehmens Iceventure, präsentiert das Programm für 2015. Es besteht aus verschiedenen Seminaren im Bereich Batterien, Software as a Service, Strategie für Unternehmen in Zeiten der Eurokrise, digitalem Wandel und Energiewende und Innovationsgenerierung. Workshops und verschiedene innovative Veranstaltungen runden das Angebot ab.

das Seminarjahresprogramm für 2015 - SaaS, chemische Energiespeicherung Innovationsgenerierung und Strategie

Strategie UnternehmenSind Sie, Ihr Unternehmen oder Ihre Organisation bereits für die Wirtschaft 2030 aufgestellt?

Das aktuelle und andauernde Großereignis Eurokrise, der digitale Wandel und die Energiewende erfordert eine neue Form der Analyse und neue Strategien im Bereich der Unternehmensführung.

Neben diesen Fakten und ihrer Quantifizierung kommt als zweiter Faktor "der Zeitpunkt" und sein Kontext hinzu. An der Schwelle eines säkulare Umbruchs, wie er für das Seminar als These genommen wird, ist Querdenken eine Tugend.

In dem Seminar werden die Analysen aktueller makroökonomische Ereignisse komprimiert besprochen und die Auswirkungen auf Technologienutzung und Anwendung skizziert. Darauf folgt eine quantitativ abgesicherte qualitative Szenarienentwicklung, um Führungspersonal neue und entscheidenden Ansätzen für die Strategieentwicklung und Produktinnovation zu geben.

Donnerstag, 20 November 2014 22:06

Bernhard Rill, Gustav Klein GmbH

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1. Welchen Fokus/Schwerpunkt haben Sie im Bereich chemische Energiespeicher?

Chemische Energiespeicher spielen für uns als Hersteller von intelligenter Hochleistungselektronik für Netzstützung, sowie der Batteriesimulations- und Testsysteme eine immer größer Rollen daraus hat inzwischen ein wesentliches Standbein für uns entwickelt.

2. Welche Lösung(en) bietet Ihre Organisation in diesem Bereich an bzw. welche sucht sie?

- intelligente Hochleistungselektronik zur Netzstützung und Netzbildung
- Batterie Test- und Simulationssysteme
- Ab Mitte 2015 DC/DC Wandler zur Zwischenkreisspeisung mit MPP-Tracking

3. Wo sehen Sie die größten Herausforderungen für chemische Energiespeicher in den nächsten 5 Jahren?

Reduktion der Herstellungskosten bei gleichzeitiger Erhöhung der Qualität und Betriebssicherheit der Einzelzellen und Systeme

4. Was macht Deutschland im Bereich chemische Energiespeicher richtig?

Förderung der Erprobung von Systeme

5. Was könnte man besser machen?

Förderung der industriellen hochqualitativen Fertigung von Li-Ionen in Deutschland.

6. Der Batteriestammtisch ....

Gute Möglichkeit sich mit Spezialisten aus der Branche zu unterhalten und sich über neue Entwicklungen zu Informieren.

 

Bernhard Rill
November 2014

Donnerstag, 20 November 2014 21:45

Dr. Björn Eberleh, Akasol

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1. Welchen Fokus/Schwerpunkt haben Sie im Bereich chemische Energiespeicher?

AKASOL entwickelt und produziert High-Performance Batterien. Die Schwerpunkte liegen dabei auf Leistungs- und Energiedichte, Langlebigkeit und Robustheit. Basis ist derzeit überwiegend die Lithium-Ionen Technik. Unsere Kunden werden umfassend von der Auslegung der Batterie über Unterstützungsleistungen im gesamten Bereich elektrischer Antriebsstrang bis hin zur Inbetriebnahme und dem Feldsupport betreut.

2. Welche Lösung(en) bietet Ihre Organisation in diesem Bereich an bzw. welche sucht sie?

Produktlösungen sind derzeit im mobilen und im stationären Segment verfügbar. Am weitesten verbreitet sind mobile Speicher ab 15 kWh bis hin zu 200 kWh und stationäre Speicher ab 5,5 kWh. Im mobilen Segment gibt es aktuell Neurungen für extreme Hochleistungsanforderungen. Hierbei wird die Leistungsdichte auf fast 3000 W/kg erhöht. Im stationären Bereich werden mehr und mehr größere Speicher mit Energieinhalten über 100 kWh bis hin zu 5 MWh projektiert.

3. Wo sehen Sie die größten Herausforderungen für chemische Energiespeicher in den nächsten 5 Jahren?

Qualität steigern, Kosten senken, Recycling von Lithium-Ionen Batterien im Großindustriellen Maßstab etablieren.

4. Was macht Deutschland im Bereich chemische Energiespeicher richtig?

Aufbau von exzellenter Systemkompetenz, Schaffung einer Basis an Nachwuchsfachkräften durch verstärkte Aktivitäten im Lehr- und Ausbildungsbetrieb. Ebenso sind sehr gute materialchemische Kompetenzen vorhanden.

5. Was könnte man besser machen?

Markteinführungsprogramme um das „Henne-Ei Problem" Kosten / Verfügbarkeit zu entspannen. Die Königsdisziplin wäre, langfristig auch wieder Zellhersteller zu etablieren. Hierfür sehe ich zwei Optionen, die im günstigsten Fall zusammentreffen: Extrem hohe langfristige Investitionsbereitschaft um auf bestehender Technologiebasis aufzuschließen oder die Entwicklung von revolutionär neuen Technologien, so dass der Kompetenzvorsprung im Ausland deutlich an Gewicht verliert da Prozesse neu erarbeitet werden müssen. Beides erscheint aus derzeitiger Sicht in Deutschland aber eher unwahrscheinlich.

6. Der Batteriestammtisch ....

Bietet ein sehr gutes Forum zum vielfältigen Erfahrungsaustausch in einer angenehmen Atmosphäre.

 

Dr. Björn Eberleh
November 2014

Grid Storage mit Batterien Moeglichkeiten und Zukunft 5. Batteriestammtisch MuenchenDie Fraunhofer-Projektgruppe „Elektrochemische Speicher München-Garching", der Lehrstuhl für Elektrische Energiespeichertechnik der TU München und Iceventure laden herzlich zum 5. Batteriestammtisch München am Donnerstag, den 13.11.2014 ein. Die Veranstaltung beginnt um 19:00 in den Räumlichkeiten der Gaststätte brunnwart.